Bäume pflanzen statt Rabattschlachten.

Interview mit Nora Willi, PR- und Kommunikationsmanagerin bei NIKIN – Ein nachhaltiges Modelabel, das Bäume pflanzt.

Bäume pflanzen statt Rabattschlachten. Bei NIKIN und Partner ist das Realität.

Hallo Nora, herzlichen Dank nimmst du dir die Zeit, uns Auskunft über die GREEN NOVEMBER Aktion von NIKIN zu geben.

Was ist der GREEN NOVEMBER von NIKIN und welche Motivation steckt dahinter? Was erhofft sich NIKIN mit der «GREEN NOVEMBER»-Aktion?

Green November ist eine Aktion, die wir als Gegenbewegung zu Black Friday ins Leben gerufen haben. Zusammen mit 30 Unternehmen aus der Schweiz und Deutschland setzen wir ein Zeichen gegen exzessiven Konsum, bieten während des ganzen Monats keine zusätzlichen Rabatte und spenden an zwei lokale Waldschutzprojekte. Wir hoffen, mit unserer Green November Aktion andere Unternehmen sowie auch Privatpersonen motivieren zu können, sich stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

Wie seid ihr bei NIKIN auf die Idee gekommen und wie konntet ihr andere Unternehmen dazu bewegen, bei dieser Aktion mitzumachen?

Schon in den letzten Jahren wurde bei uns der Black Friday zum Green Friday, währenddem statt wie normalerweise ein Baum, sogar zwei Bäume pro verkauftes Produkt gepflanzt werden. Das machen wir auch dieses Jahr wieder, wussten bei der Planung aber schnell: Wir wollen noch mehr bewirken. Da wir mit unserer Partnerorganisation One Tree Planted weltweit Bäume pflanzen, freuen wir uns sehr, diesen Monat zusätzlich zwei lokale Projekte zu unterstützen. Bergwaldprojekt aus der Schweiz und TreePlantingProjects aus Deutschland engagieren sich für Waldschutz in ihrer Region, denn auch hier sind Wälder immer mehr durch Naturereignisse und Borkenkäfer bedroht.

Es ist wirklich toll, wie viele Unternehmen an dieser Aktion teilnehmen. Über LinkedIn haben wir einen Aufruf gestartet, dass sich Interessierte bei uns melden sollen, einige Unternehmen haben wir auch direkt kontaktiert. Für uns war wichtig, dass wir allen Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich an unserer Aktion zu beteiligen, egal wie nachhaltig sie schon sind. Einzige Bedingung ist, dass während des ganzen Monats keine zusätzlichen Rabatte angeboten werden und ein frei wählbarer Betrag an die ausgewählten Projekte gespendet wird. Wir selbst spenden übrigens für jede Bestellung, die wir im November erhalten, 1 Franken.

Nora Willi, PR- und Kommunikationsmanagerin bei NIKIN

Warum machen nicht mehr Unternehmen einen «GREEN NOVEMBER»? Was ist aus deiner persönlichen Sicht der Grund, weshalb sich viele Unternehmen und Brands den Rabattschlachten aussetzen?

Gerade der Black Friday ist natürlich sales-technisch sehr attraktiv und lässt die Umsatzzahlen in die Höhe schnellen. Und nach wie vor gilt bei vielen Unternehmen, wenn die Konkurrenz seiner Kundschaft einen Rabatt bietet, muss dieser ganz klar überboten werden. Und das scheint ja auch zu funktionieren, an diesem Wochenende wird extrem viel mehr eingekauft.

Warum sollte man bei NIKIN und dessen Partner kaufen, wenn man doch bei anderen Labels die Produkte in November (speziell am Singles Day & Black Friday) mit attraktiven Rabatten erhält?

Grundsätzlich sollte man sich – egal bei welchem Brand man einkauft – überlegen, ob man auch in ein paar Jahren noch Freude daran haben wird. Das ist ja auch ehrlicherweise ein riesiges Luxusproblem, das wir haben; wir kaufen, kaufen doppelt, werfen weg, sortieren aus… Das heisst für mich nicht, dass man sich immer nur das aller aller Wichtigste kaufen darf, sondern dass wir einfach ein bisschen bewusster mit dem Thema Konsum umgehen und uns immer mehr für nachhaltige Alternativen entscheiden.

Zahlt sich so etwas auch monetär aus, oder ist das eine rein selbstlose Aktion von NIKIN und dessen Partner?

Rabatte und Sales-Aktionen sind eigentlich fast immer lukrativer, wir würden also bestimmt mehr Umsatz machen, wenn wir am Black Friday teilnehmen würden. Allerdings bietet die Green November Aktion den Unternehmen auch die Möglichkeit zu zeigen, «hey, so sind wir nicht, da machen wir nicht mit. Wie setzen ein Zeichen und übernehmen Verantwortung!», was aus Branding Sicht auch ein cooler Move ist.

Nicholas Hänny, Co-Founder und CEO bei NIKIN, erklärt im Video was
„Green is the new Black“ bedeutet.

Was denkt NIKIN über das (übermässige) Konsumverhalten unserer Gesellschaft und wie begegnet ihr diesem?

Exzessiven Konsum sehen wir schon als grosses Problem – deshalb auch die ganze Green November Aktion. Und wir sind da auch ehrlich und sagen, das nachhaltigste T-Shirt ist immer das, das nicht gekauft wird. Manchmal braucht man aber auch einfach ein neues Shirt, oder man möchte sich selbst oder seinen Freunden eine Freude machen und da ist es natürlich super, wenn man sich für ein nachhaltiges Produkt entscheidet. Da knüpfen wir an und setzen nicht nur bei den Materialien und unserer Produktion auf Nachhaltigkeit, sondern auch durch zeitlose Designs und Langlebigkeit.

Was erhofft sich NIKIN für unsere Gesellschaft und für die Zukunft?

Nachhaltigkeit sehen wir als Weg, den es Schritt für Schritt zu gehen gilt. Oftmals haben wir den Eindruck, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen vor dem Thema zurückschrecken, aus Angst, sofort alles perfekt machen zu müssen. Das sehen wir anders und möchten alle ermutigen und inspirieren, ihren Beitrag zu leisten, auch wenn er noch so klein ist. Natürlich ist es dabei extrem wichtig, als Unternehmen transparent zu kommunizieren, aufzuzeigen, wo noch Luft nach oben besteht und sich in einem nächsten Schritt dann zu verbessern. Und Luft nach oben gibt es eigentlich immer! 

Im November spendet NIKIN pro Bestellung CHF 1.- an ein Waldschutzprojekt.

Vielen herzlichen Dank Nora für deine Zeit und die Insights zum GREEN NOVEMBER von NIKIN.

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