Die Geburt eines antiken Waldes

DRYMOS setzt sich dafür ein, die vom Menschen mehrheitlich zerstörten mediterranen Hartlaub- und Nadelwälder wieder zum Leben zu erwecken.

Wer im Mittelmeerraum Ferien verbringt kennt die meist dürren und kargen Landschaften, die von Thymian-, Rosmarin- und Dornbüschen sowie einigen niedrigen Bäumen geprägt sind. Die sogenannte Macchie und Garrique/Phrygana. Diese Landschaftsformen sind grösstenteils durch den Menschen entstanden. Der jahrhundertelange Raubbau geht zurück bis zu den alten Griechen und Römern, welche bereits damals das wertvolle Holz für den Schiffbau und ihre Bauten nutzten oder zu Holzkohle verarbeiteten. Die zusätzliche Brandrodung zur Gewinnung von Acker- und Weideland sowie die stetige Überweidung haben die Waldbestände über die Jahrhunderte dramatisch reduziert und so die heutige Landschaft geformt.

Noch vor ein paar hundert Jahren war der Mittelmeerraum bedeckt von weitläufigen Wäldern. Heute sind diese antiken Waldgebiete bestehend aus Eichen, Kiefern und Zypressen fast gänzlich verschwunden. Einzig ein paar geschützte und abgelegene Wälder in den Bergen sind noch Zeugen dieser ehemals dominierenden Landschaft. Die grossangelegten Olivenhaine sind meistens Monokulturen und tragen nicht viel zur Biodiversität bei.

Macchie und Phrygana – Eine mehrheitlich vom Mensch geformte Landschaft

Die Vision von DRYMOS ist, einige dieser antiken Wälder wieder zum Leben zu erwecken und so einen aktiven Beitrag gegen die Bodenerosion, Wasserknappheit und Verwüstung des Mittelmeerraums zu leisten. Ein Pilotprojekt soll einst auf der griechischen Insel Kreta entstehen und mit finanzieller Hilfe von DRYMOS ermöglicht werden. In Zusammenarbeit und mit der Einbindung der lokalen Bevölkerung soll ehemaliges Waldland nachhaltig aufgeforstet werden und einen positiven Effekt auf die Biodiversität haben. Zusätzlich ist die Idee ein ökotouristisches Angebot sowie bio-dynamische Agroforstkulturen zu formen, um ein Einkommen für Hirten und Bauern zu generieren.

Um der Natur die nötige Zeit zu geben, welche sie braucht einen natürlichen Wald zu schaffen, muss in erster Linie dafür gesorgt werden, dass die Ziegen und Schafe nicht die jungen Bäumchen fressen. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn die Hirten und Bauern für das Projekt gewonnen werden. Nur zusammen ist es möglich einen Wald zu erschaffen.

Halbwilde Ziege in Kreta

Der Wald soll natürlich sowie mithilfe von zusätzlichen Baumpflanzungen entstehen und wachsen. Ein Zaun ist zu Beginn angedacht, damit die jungen Bäume vor Verbiss geschützt sind.

Folgende Spezies kommen bei der Aufforstung in Kreta in Frage:

Natürliche Waldlandschaft in der Schlucht von Lissos, Kreta

Ebenfalls ist versuchsweise geplant Agroforstkulturen mit folgenden Spezies in die natürlichen Wälder einzubetten:

Um die Vision von der Wiedergeburt des antiken Waldes zu erreichen, müssen die benötigten finanziellen Mittel bereitgestellt und die lokale Bevölkerung für das Unterfangen gewonnen werden. Zudem muss die dafür geeignete Landfläche gefunden und zur Aufforstung verfügbar sein. Dies alles ist Motivation für DRYMOS erfolgreich zu sein und zusammen mit den eigenen Kunden einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieser Vision zu leisten.

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